Die Gebäudesanierung kann steuerlich abziehbar sein

In gleich drei am 13. Juni 2012 veröffentlichten Urteilen hat sich der Bundesfinanzhof mit den Aufwendungen für die Sanierung eines selbst genutzten Wohngebäudes beschäftigt. Das Ergebnis ist für den Steuerzahler erfreulich: Sanierungsaufwendungen können als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig sein.

Voraussetzung für die Berücksichtigung der Kosten ist ein Antrag des Steuerpflichtigen, mit dem er glaubhaft macht, dass ihm zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerzahler gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstandes erwachsen sind. Die Aufwendungen müssen aufgrund eines Ereignisses eingetreten sein, welches unvorhersehbar, unabwendbar und selten auftritt. Im Regelfall handelt es sich um Brand-, Hochwasser- oder ähnliche Schäden.

Aber auch die Beseitigung von Bauschäden zur Vermeidung von Gesundheitsgefährdungen kann nach den Urteilen des Bundesfinanzhofs abziehbar sein. Eine Gefährdung ist denkbar durch ein asbestgedecktes Dach (Urteil VI R 47/10), durch Befall des Gebäudes mit echtem Hausschwamm (Urteil VI R 70/10) oder durch die Geruchsbelästigungen von formaldehydhaltigen Spanplatten (Urteil VI R 21/11). Der Grund für die Sanierung darf dabei weder beim Kauf der Immobilie erkennbar gewesen noch vom Grundstückseigentümer verschuldet worden sein. Zudem muss der Steuerpflichtige realisierbare Ersatzansprüche gegen Dritte, also die Versicherung, verfolgen. Und: Er muss sich den Vorteil, den er durch die Er-neuerung erlangt, anrechnen lassen.

copyright by Steuerberater Lars Meinel, Hof/Plauen

Azubi bei TAX.CO

 

 

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung! Hier klicken um weitere Informationen zu erhalten.

Kanzleirundgang